Filme über das Radfahren

Tja ihr Lieben, die dunkle Jahreszeit hat begonnen. Da unsere Bewegungs-freiheit in diesem Winter ohnehin etwas eingeschränkter ist als üblich, stelle ich heute einfach einige Filme vor, die sich in der einen oder anderen Variante mit dem Fahrradfahren befassen. So könnt ihr euch warm einkuscheln, Leckereien naschen und euch vom Gefühl der Freiheit und des Sommers einlullen lassen.

1. Hin und Weg (Road Movie, DE, 2014)

Diese deutsche Tragikomöde mit Jürgen Vogel und Florian David Fitz handelt von einer Gruppe von Freunden. Jedes Jahr treffen sie sich für eine längere Fahrradtour. Das Ziel wird immer von einem anderen aus der Gruppe festgelegt. In diesem Jahr ist Hannes dran, der sich aus einem ziemlich traurigen Anlass für Belgien entscheidet.

2. Schussfahrt nach San Remo (Spielfilm, FR/IT, 1968)

1901 fiebert ganz Paris dem ersten großen Straßenradrennen von Paris nach San Remo entgegen. Während dessen gibt Jules Auguste Duroc seiner revolutionären Konstruktion eines Rennrads den letzten Schliff. Allerdings hat es der hinterhältige Gerichtsvollzieher Mulot auf Duroc abgesehen. Er muss vor ihm fliehen und findet sich unversehens mit seinem Wunderrad inmitten der Rennfahrer wieder.

3. Immer die Radfahrer (Komöde, DE, 1958)

„Immer die Radfahrer“ ist eine für die Wirtschaftswunderjahre in Deutschland typische Komöde mit Heinz Erhard, Peter Kraus und Hans-Joachim Kulenkampff. Die drei Freunde unternahmen in jungen Jahren eine Radtour durch Kärnten, auf der sie auch ihre heutigen Ehefrau kennenlernten. Jetzt treffen sie sich nach vielen Jahren wieder, um auf einer Reunion-Tour ihre Jugend wiederaufleben zu lassen. Achtung: Es wird auch gesungen!

4. Die BMX Bande (Jugendfilm, AUS, 1983)

In diesem australischen Jugendfilm spielt die noch blutjunge Nicole Kidmann mit. Nicole und ihre Kumpels – die BMX Bande – versuchen Geld für eine BMX-Trainingsstrecke aufzutreiben. Zufällig stoßen sie auf Funkgeräte, die Bankräuber während eines spektakulären Raubs benutzt haben. Die lassen sich doch zu Geld machen, denken sich die drei. Allerdings haben sie nicht mit den Gangstern gerechnet, die selbst-verständlich ihre Funkgeräte wiederhaben wollen.

5. Das große Rennen von Belleville (Animationsfilm, FR, 2003)

Dieser schöne Zeichentrickfilm kommt fast ohne Worte aus. Der kleine Champion lebt zusammen mit seiner Großmutter und ihrem merkwürdigen Hund Bruno in einem kleinen Haus. Schon von klein auf schlägt Champion´s Herz für den Radsport. Jahre später nimmt er an der Tour de France teil, wo er auf mysteriöse Weise gekidnappt wird. Seine Großmutter und ihr Hund vertrauen den offiziellen Ermittlungen nicht und machen sich selbst auf die Suche nach Champion. Der Film war 2004 auch für den Oskar in den Kategorien animierter Film und Filmmusik nominiert.

Regisseur Pepe Danquart begleitet während der Tour de France 2003, dem 100. Geburtstag des Radsportereignisses, die beiden Profis Erik Zabel und Rolf Aldag. Sie fahren zusammen im deutschen Team Telekom und sind seit Jahren auch miteinander befreundet. Die Doku portraitiert die menschliche Seite der beiden Sportler während der Tour, aber nicht nur. Es wird auch der riesige Medienrummel und die fast unmenschlichen Anstrengungen während dieses Riesenereignisses in den Fokus genommen. Unterlegt sind die dokumentarischen Bilder mit Musik von Till Brönner, der die Filmmusik verantwortete.

7. Männer auf Rädern (Fernsehspiel, DE, 1994)

Humorvoller Film über Felix, der eine Abhängigkeit vom Rennradfahren entwickelt. Statt der versprochenen 70 km radelt er mal wieder 150 km. Da reißt seiner Freundin Eva der Geduldsfaden und sie stellt ihn vor die Entscheidung: entweder das Rennrad oder sie. Felix entscheidet sich für das Rennrad und entwickelt einen immer verrückteren Fahrstil auf immer extremer werdenen Strecken. Der Film gewann 1994 den Grimme Preis für das beste Fernsehspiel.

Die Dokumentation begleitet Dennis Kailing auf seiner zweijährigen Reise per Fahrrad: 43.600 Kilometer – 41 Länder – 761 Tage – rund um den Erdball. Er trifft auf seiner Tour interessante, verrückte und auch „ganz normale“ Menschen, lernt neue Kulturen und außergewöhnliche Länder kennen und genießt die uneingeschränkte Freiheit auf dem Fahrrad.

9. Anderswo – Allein in Afrika (Reisedokumentation, DE , 2018)

Und noch eine Reisedoku. Anselm Nathanael Pahnke durchquert ohne Begleitung mit dem Fahrrad den afrikanischen Kontinent. Er erlebt Afrika in seiner ganzen Schönheit, kommt der atemberaubenden Natur und den Menschen nahe. Über ein Jahr später erreicht er sein zu Hause – geprägt von den vielen Erfahrungen und ausgestattet mit einem tiefen Vertrauen in sich und andere.

10. Schwarzfahrer (Kurzfilm, DE, 1992)

Zum Abschluss noch ein kleines Schmankerl. Ich liebe diesen Film mit dem schönen Titel „Schwarzfahrer“ einfach für seine satirische Art, die Dinge beim Namen zu nennen. Der Regisseur Pepe Danquart gewann 1994 damit sogar einen Oskar für den besten Kurzfilm. Hier geht es zwar gar nicht um das Radfahren, sondern um eine Fahrt mit der Straßenbahn. Aber schaut selbst …

Na, was meint ihr? Da dürfte doch ausreichend Material dabei sein, oder nicht? Falls ihr noch andere Fahrrad-Filme kennt, schreibt sie mir gern in die Kommentare.

Dann lasse ich euch jetzt mal in Ruhe eure Weihnachts- und Filmzeit genießen. Merry Christmas to you all!!!