Radfahrer sollten mehr unterstützt werden!

In Deutschland werden aus nicht nachvollziehbaren Gründen Autofahrer finanziell und steuerlich unterstützt. Und das, obwohl sie dem Land und der Gemeinschaft viel Geld kosten – durch kaputte Straßen, Luftverschmutzung, Unfälle und so weiter. Aber bislang waren unsere Verkehrsminister regelrechte Lobbyminister für die Autoindustrie. Andere Formen der Mobilität – insbesondere der umweltverträglichen und nachhaltigen – hatten es bislang schwer.

Daher werde ich den Herrn Scheuers dieser Welt heute mal erklären, warum Radfahren unterstützenswert ist.

  1. Radfahren hält die Leute sportlich und gesund und unterstützt somit auch das Gesundheitssystem. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sichere Radwege und Tempo 30-Zonen eingerichtet werden, damit Radfahrer nicht platt gemacht werden. Das wäre eher kontraproduktiv.
  2. Radfahrer produzieren keine Abgase, zerstören keine Straßen, hinterlassen keine Ölflecke, nehmen anderen Menschen nicht überproportional viel Platz weg.
  3. Menschen mit Rädern sind frei und mobil. Die Strecke, die Autofahrer in der Stadt zurücklegen, ist tatsächlich nicht viel länger als die durchschnittliche Strecke eines Radfahrers.
  4. Man/Frau entspannt sich beim Radfahren so toll – zumindest, solange man sich nicht in gefährliche Verkehrssituationen gerät. Daher ist Radfahren auch gut für Herz & Hirn.
  5. Bei Sonne auf dem Fahrrad durch Straßen und Parks zu rollen, treibt einem einfach ein Lächeln ins Gesicht und macht glücklich. Eine Welle von Glückshormonen überrollt dich.
  6. Menschen jeden Alters können Rad fahren! Als Kind auf dem Laufrad oder bei Mama oder Papa auf dem Sattel, später auf dem Fixie, Mountainbike oder Tandem, im Alter mit dem E-Bike …
  7. Fahrräder nehmen anderen kaum Fläche weg. Auf einen Autoparkplatz passen bis zu zwölf Fahrräder. Wieviel mehr Platz hätten wir für Menschen in den Städten, wenn weniger Autos existieren würden?
  8. Auch die Fahrradindustrie schafft neue Jobs und Arbeitsplätze.
  9. Fahrräder sparen Geld. Denn sie sind im Unterhalt viel günstiger als Autos und auch nicht so teuer wie der ÖPNV. Keine Steuer und Abgaben, keine teuren Tickets, die Reparaturen sind günstiger und können in vielen Fällen sogar selbst durchgeführt werden.
  10. Eine Radtour mit Freunden macht definitiv mehr Spaß als zusammen in einem Auto zu hocken. Man fühlt sich leicht und beschwingt, lässt sich den Wind um die Nase wehen und nimmt die Dinge um sich herum viel intensiver wahr. Mehr Achtsamkeit geht fast gar nicht.
  11. Mit dem Rad bewege ich mich immer. Mit dem Auto fahren ich nur irgendwo hin, um mich erst dann zu bewegen (Fitnessstudio, Wald, Park). Manche Autofahrer sind ja schon zu faul, bis zu einem vernünftigen Parkplatz zu laufen und parken daher einfach direkt vor der Tür. Leute, es hängen nicht umsonst Beine an euren Körpern!
  12. Auch wenn es gern anders dargestellt wird: Leute gehen lieber dort einkaufen, wo keine lauten und stinkenden Autos langdröhnen. Autofreie Straßen ziehen mehr Menschen an, die Aufenthaltsqualität ist einfach besser. Es lässt sich entspannter flanieren, in Cafés sitzen, Menschen beobachten.
  13. Mit Fahrrädern bleibt sehr viel mehr Platz für alles andere wie Menschen, Bäume, Parks, Bänke, Spielplätze, Aussitze von Cafès. Und erst die saubere Luft –  mmmmh …!

Fallen euch noch weitere Gründe ein? Schreibt mir eure Ideen!

PS: Liebe Fußgänger und Zugfahrer, selbstverständlich solltet auch ihr unterstützt werden. Nicht, dass ihr denkt, ich habe euch vergessen. Ihr seid genauso wichtig und benötigt finanzielle Förderung. Aber das Fahrrad ist nun einmal mein liebstes Fortbewegungsmittel. Daher stelle ich meine Sicht auf die Dinge auch etwas einseitig da. Sorry!

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